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von Miriam Bosch
Dienstag, 30. Oktober 2012, 9:15 Uhr
Für einen Artikel im «Time Magazine» über Steven Spielbergs neuen Film «Lincoln» stand ein Fotoshooting mit dem Regisseur sowie dem Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis an.
Der Schweizer Fotograf Marco Grob hatte Steven Spielberg und Daniel Day-Lewis für das «Time Magazine» vor der Linse. tilllate.com/zVg
«Daniel Day-Lewis ist jedoch sehr scheu, und so hat mir Steven Spielberg geholfen», erzählt Marco Grob gegenüber glanz & gloria. Nachdem seine eigenen Bilder im Kasten gewesen seien, habe sich der Regisseur neben ihn gestellt und versucht, Daniel Day-Lewis aus der Reserve zu locken. «Guck hierher», «Schau nach links» – Steven Spielberg habe die Regie für ihn übernommen, so der Fotograf. «Das war komplett surreal.»
Obwohl es die erste Begegnung mit dem renommierten Regisseur gewesen sei, sei Spielberg unglaublich liebenswürdig gewesen. «Die Freundlichkeit der Prominenten überrascht mich immer wieder aufs Neue.»
Spielbergs Film «Lincoln» beleuchtet die letzten Monate im Leben des ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln. Er beginnt am 31. Januar 1865 mit der turbulenten Abstimmung über den 13. Zusatzartikel der US-Verfassung, der die Sklaverei in den USA endgültig abschaffte, und endet am 14. April desselben Jahres mit dem tödlichen Schuss des Südstaaten-Anhängers John Wilkes Booth auf den Präsidenten.
In den dazwischenliegenden Wochen gelang es Lincoln, die Sklaverei unwiderruflich zu überwinden und die Weichen für eine Wiedervereinigung der durch den Bürgerkrieg geteilten Vereinigten Staaten von Amerika zu stellen. Er wolle in seinem Film «Lincoln bei der Arbeit und nicht, wie er für das Geschichtsbuch posiert» zeigen, sagte Spielberg in einem Interview mit dem britischen Filmmagazin «Empire». Lincoln sei «wohl der am grossartigsten arbeitende Präsident in der amerikanischen Geschichte, der eine der grossartigsten Arbeiten für die Welt getan hat».
Seit über zehn Jahren besitzt Spielberg die Filmrechte an der Lincoln-Biografie von Pulitzer-Preisträgerin Doris Kearns Goodwin. Mehrere Überarbeitungen des Drehbuchs sowie terminliche Schwierigkeiten verzögerten die Dreharbeiten, die eigentlich bereits Anfang 2006 beginnen sollten. In dieser Zeit verlor Spielberg seinen Hauptdarsteller Liam Neeson, der sich 2010 zurückzog, weil er sich zu alt für die Rolle fühlte. Er wurde durch Daniel Day-Lewis ersetzt, der für «Mein linker Fuss» (1989) und «There Will be Blood» (2007) jeweils einen Oscar als Bester Hauptdarsteller gewann.