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von Bruno Amstutz und Karl Baldinger
Freitag, 19. Oktober 2012, 10:20 Uhr
Während Anatole Taubman noch in Berlin für den Film «Frau Ella» mit Matthias Schweighöfer und Ruth-Maria Kubitschek vor der Kamera steht, muss er sich bereits auf seinen nächsten grossen Film-Job vorbereiten: In der Schweizer Produktion «Nur ein Schritt – Paul Grüninger» spielt er Sidney Dreifuss, den Vater von alt Bundesrätin Ruth Dreifuss.
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Anatole Taubman über seine neuen Rollen
Der Film handelt im Spätsommer 1938, als der Schweizer Bundesrat beschloss, die Grenzen für Flüchtlinge zu schliessen. Taubmans Charakter, Sidney Dreifuss, war damals Leiter der israelitischen Flüchtlingshilfe in der Schweiz. Er sollte für den Unterhalt der Flüchtlinge aus Hitlerdeutschland und Österreich sorgen und war von der enormen Anzahl der Heimatlosen bald überfordert.
Das Interesse am Zweiten Weltkrieg geht nie verloren – und soll auch nie verloren gehenAnatole Taubman
«Ich werde mich mit Ruth Dreifuss treffen, um mehr über ihren Vater zu erfahren», sagt Taubman im Interview mit glanz & gloria. Besonders reizvoll am Film finde er, dass er ein sehr schweizerisches Thema mit einer globalen Ausstrahlung behandle. «Das Interesse am Zweiten Weltkrieg geht nie verloren – und soll auch nie verloren gehen», so Taubman. «Es ist toll, dass dieser Film gemacht wird. Denn die Rolle der Schweiz damals war sehr dubios und zwielichtig.»
Seine letzte grosse TV-Rolle hatte Taubman diesen Sommer in einer «Tatort»-Folge. In «Schwarzer Afghane» gibt Taubman neben dem bewährten Leipziger Duo Simone Thomalla und Martin Wuttke die Hauptrolle des Olaf Böhm. Die Folge geht im Januar 2013 über den Sender.