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Jörg Kachelmann: «Man wollte aus mir ein Monster machen»

Montag, 8. Oktober 2012, 9:14 Uhr

Weil er seine Freundin vergewaltigt haben soll, verbrachte Jörg Kachelmann mehrere Monate in U-Haft. Im Mai 2011 wurde der Ex-Moderator freigesprochen. Jetzt rechnet der Meteorologe in einem neuen Buch mit der Justiz ab.

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Jörg Kachelmann

Jörg Kachelmann rechnet mit der Justiz ab. Reuters

Selten erregte ein Prozess so viel mediale Aufmerksamkeit wie jener gegen Jörg Kachelmann. Im März 2010 unter dem Vorwurf der Vergewaltigung verhaftet – wurde der bekannte Moderator im Mai 2011 wieder freigelassen. Die Richter konnten sich nicht entscheiden, wer die Wahrheit sagte. Zwischen Kachelmann und seiner damaligen Freundin stand es Aussage gegen Aussage.

Ich war nie gewalttätig
Jörg Kachelmann

Knapp anderthalb Jahre nach seinem Freispruch meldet sich der 54-Jährige nun in einem Buch zu Wort – und greift Justiz und Polizei scharf an. Die Staatsanwaltschaft von Mannheim habe «gemeinsam mit dem Gericht versucht, mit Hilfe meines 'Vorlebens' ein Monster aus mir zu machen», so Kachelmann in einem «Spiegel»-Interview. Er sei aber «nie gewalttätig» gewesen und habe erst recht nicht jemanden vergewaltigt. Für Frauen seien «Verleumdungen heute eine beliebte und effektive Waffe geworden», so der Meteorologe weiter.

Jörg Kachelmann hat das Buch mit dem Titel «Recht und Gerechtigkeit» zusammen mit seiner jetzigen Ehefrau Miriam geschrieben. Auch sie lässt kein gutes Haar an den zuständigen Beamten: Sie sei «bis in die letzten Details, bis zu meiner Periode und zu meinen sexuellen Fantasien» ausgefragt worden. Das gemeinsame Buch soll diese Woche erscheinen. (sda/dpa/schy) 

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