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Heilsarmee will den ESC rocken

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 16:11 Uhr, Aktualisiert 15.10.2012, 13:30 Uhr

Irgendwie findet sie es selbst «verrückt». Dennoch bewirbt sich die Heilsarmee um die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2013 in Malmö. Und zwar nicht als Armenhelfer oder Seelsorger, sondern mit einer richtigen Rockband.

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Video zum Heilsarmee-Song «You and Me»

Die Heilsarmee will an den Eurovision Song Contest. Alle Mitglieder der Band – zwischen 23 und 93 Jahren – sind aktive Mitglieder der christlichen Hilfsorganisation. «Am Anfang war alles nur einfach eine verrückte Idee», heisst es in einer Mitteilung der Heilsarmee Schweiz vom Donnerstag. Aber dann habe die Idee innerhalb der Heilsarmee immer mehr begeisterte Anhänger gefunden. «Dieses Experiment müssen wir wagen.» Bandleader ist der 31 Jahre alte Christoph Jakob. Der Student aus Thun ist bei der Heilsarmee in der Direktion des Musikkorps Thun.

Song aus dem Studio von Baschi, Bligg und Co.

Mit dem eigens bei der Songschmiede Hitmill (u.a. Baschi, Bligg) produzierten Titel «You and me» – eine eingängige Mischung aus Gitarrenrock und Schlager – will sie für die Schweiz nach Malmö und wirbt auf ihrer Website mit «Heilsarmee rocks Malmö». Damit man auch gleich mitsingen kann, sind sowohl Partitur als auch Liedtext auf der Website veröffentlicht.

Wenn schon zero points, dann wenigstens für einen guten Zweck
Produzent Georg Schlunegger

«Wir von Hitmill sind uns im Klaren, dass es für die Schweiz schwierig ist, bei diesem europäischen Wettbewerb zu punkten», sagte Produzent Georg Schlunegger gegenüber «20 Minuten». Man habe sich trotzdem zum Mitmachen entschieden, weil das Projekt lustig und sympathisch sei. «Wenn schon zero points, dann wenigstens für einen guten Zweck.»

Heilsarmee muss sich gegen Assia, Wirz & Co. durchsetzen

Um die Schweiz beim ESC vertreten zu können, müssen sich die Heils-Rocker erstmal gegen Mitbewerber wie Lys Assia, Maya Wirz und Jesse Ritch durchsetzen. «Und das geht nur», erklären sie auf ihrer Website, «wenn wir auch auf deine Stimme zählen können - Danke!»

Die christliche Hilfsorganisation nimmt es aber sportlich, falls sie im nächsten Jahr nicht nach Malmö reisen wird: «Einerseits steigert die Teilnahme unsere Bekanntheit, andererseits haben wir einen neuen Song, den wir in unser Weihnachtsrepertoire aufnehmen
können.» (dpa/macn)

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