zum Inhalt
zu weiteren Inhalten
zur Hauptrubrikenauswahl
zur Unterrubrikenauswahl
von Karl Baldinger
Donnerstag, 27. September 2012, 11:50 Uhr
Am Abend vor seiner Abreise nach Deutschland postet Luca Hänni dieses Foto auf Facebook. Der Abschied von zuhause fällt ihm nicht leicht: «Mein Hund Sammy möchte gerne mitkommen», schreibt er unter das Bild. zVg
Soeben ist Luca Hänni in Berlin angekommen. Frühmorgens ist der 17-Jährige bereits unterwegs zu den Proben mit seiner Band. In nur wenigen Tagen geht es los: 30 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz in zwei Monaten – seine erste Tournee. Für den «Deutschland sucht den Superstar»-Gewinner geht es um viel. Deshalb sagt er: «Es darf nichts schief gehen».
Luca, wie geht es dir?
Luca Hänni: Es geht mir sehr gut – ich freue mich wahnsinnig, dass es endlich losgeht.
Fühlst du dich kein bisschen gestresst?
Luca: Gestresst eigentlich nicht. Aber aufgeregt bin ich schon. Ich habe inzwischen ja auch schon Konzerte gegeben. Aber auf Tournee war ich noch nie. Das ist Alles ganz neu für mich.
Die Tour muss einfach gut gehen – es darf nichts schief laufenLuca Hänni
Als Sieger von «Deutschland sucht den Superstar» sind die Erwartungen wohl hoch an dich. Spürst du einen gewissen Druck?
Luca: Ja bestimmt. Die Tour muss einfach gut gehen – es darf nichts schief laufen. Es ist mein Ziel, die Leute von mir zu überzeugen. Auch jene, die mich vielleicht nicht so cool fanden bisher. Ich will es allen beweisen und mein Bestes geben.
Wie gut schläfst du so kurz vor deiner Tour?
Luca: Eigentlich gut. Aber es gibt schon Nächte, in denen man etwas unruhig schläft.
Du bist während fast zwei Monaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Wie ist das für dich, so lange von deiner Familie getrennt zu sein?
Luca: Das ist nicht einfach. Sie werden mich aber auf der Tournee besuchen kommen. Und an meinem 18. Geburtstag werde ich in Uetendorf sein und mit meiner Familie feiern.
Wie geht deine Freundin damit um, dass du nun solange auf Tournee sein wirst?
Luca: Das ist nicht leicht für sie. Aber wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass wir uns nicht so oft sehen. Wenn ich aber zuhause in Uetendorf bin, verbringen wir viel Zeit zusammen. Sie unterstützt mich sehr.
Meine Freundin und ich haben uns daran gewöhnt, dass wir uns nicht so oft sehenLuca Hänni
Kommt sie dich während der Tournee auch besuchen?
Luca:
Das weiss ich noch nicht. Wenn es irgendwie geht aber schon. Sie ist während dieser Zeit am arbeiten und hat nicht extra frei genommen.
Du bist inzwischen ein grosser Star. Kannst du dich überhaupt noch frei bewegen, ohne auf der Strasse erkannt zu werden?
Luca: Ich werde oft erkannt, das ist schon so. Beim Einkaufen muss ich manchmal Autogramme geben. Es geht einfach alles etwas länger – aber ich habe mich daran gewöhnt.
Für meinen Traum muss ich halt gewisse Sachen aufgebenLuca Hänni
Kommt es vor, dass du es bereust, so bekannt zu sein und lieber nicht erkannt werden würdest?
Luca: Ja, klar. Solche Momente gibt es. Aber ich habe mich damit abgefunden.
Was sind das für Momente?
Luca: Wenn ich mit meinen Kollegen unterwegs bin zum Beispiel. Wenn wir in Bern feiern wollen, dann werde ich halt oft erkannt. Aber meine Freunde habe Verständnis dafür. Wir bleiben deshalb halt häufig lieber zuhause und machen einen gemütlichen Grillabend. Für meinen Traum muss ich halt gewissen Sachen aufgeben.