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Sonntag, 16. September 2012, 13:23 Uhr
Prinzessin Letizia pflegt das Image der makellosen Kronprinzen-Gattin. Reuters
«Du wirst die Monarchie ruinieren» – mit diesen Worten soll Spaniens König Juan Carlos angeblich seinen Sohn Felipe gerügt haben, als der Kronprinz ihm verkündete, die geschiedene Fernsehjournalistin Letizia Ortiz heiraten zu wollen. Unterstützt von seiner Mutter, Königin Sofía, setzte Felipe jedoch seinen Willen durch und tat es vor acht Jahren.
Allen Unken-Rufen zum Trotz: Letizia, die am Samstag 40 Jahre alt wurde, ist zurzeit nach ihrer Schwiegermutter das beliebteste Mitglied der königlichen Familie in Spanien. Nach einer neuen Umfrage der Zeitung «El Mundo» meinen 43,5 Prozent der Spanier, dass die Prinzessin von Asturien bestens vorbereit sei, um eines Tages die Rolle der Königin zu übernehmen.
Prinzessin Letizia mit ihren Töchtern Sofia und Leonor. Reuters
Die hübsche Letizia hat es allerdings nicht geschafft, die Zuneigung des Königs zu gewinnen, wie die Monarchie-Expertin Pilar Eyre in ihrem Buch «Geheimnisse und Lügen der königlichen Familie» schreibt. Juan Carlos habe es nie richtig verkraftet, dass sein Sohn eine Bürgerliche und obendrein Geschiedene ins Königshaus gebracht habe. Auch Letizias Beziehung zu den beiden Schwestern des Kronprinzen, den Infantinnen Elena und Cristina, soll distanziert sein. Dagegen würden sich Letizia und Königin Sofía gut verstehen.
Letizia und ihr Mann stehen in jüngster Zeit stärker im Vordergrund als die übrigen Mitglieder der Königsfamilie. Hintergrund sind zwei Ereignisse, die das Ansehen des Königshauses schwer geschadet haben: die heftig kritisierte Elefantenjagd des Königs in Afrika vor fünf Monaten und der Korruptionsskandal um Iñaki Urdangarin, der mit der Infantin Cristina verheiratet ist.
Dagegen haftet Felipe und Letizia bislang kein Makel an. Beide wirken sympathisch und verantwortungsvoll. Letizia zeichnet sich ausserdem durch einen eleganten Stil aus, ihre öffentlichen Auftritte sind meist sehr zurückhaltend. In Spanien kursieren immer wieder Gerüchte über eine vermeintliche Magersucht. Das Königshaus hat solche Vermutungen jedoch stets dementiert. (dpa/donm)