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von Tobias Widmer
Sonntag, 26. August 2012, 15:52 Uhr
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Ausschnitt aus «Desperate Housewives», Staffel 8, Folge 14
Hausfrauen am Fernsehen? Langweilig. Das dachten die Bosse der US-Fernsehsender CBS, NBC, Fox und HBO als ihnen Fernsehproduzent Marc Cherry vor acht Jahren seine Idee für eine neue TV-Serie präsentierte. Und winkten ab. Nur ABC glaubte an das Konzept der Serie über die vier Hausfrauen Bree, Lynette, Gabrielle und Susan. Der Rest ist Geschichte. «Desperate Housewives» avancierte zur Kult-Serie schlechthin und wurde zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte des amerikanischen Fernsehens, die nun nach 180 Episoden ihr Ende findet.
Lynette Scavo (Felicity Huffman), die Supermutter in Clinch zwischen Familie und Karriere. Bree Van de Kamp (Marcia Cross), die perfekte Hausfrau mit dunklen Geheimnissen. Gabrielle Solis (Eva Longoria), die sexy Latina, die jeden Mann um den Finger wickelt. Susan Mayer (Teri Hatcher), die hoffnungslose Romantikerin, die immer mal wieder einen Schicksalschlag zu verkraften hat. Man nehme eine Kombination aus Figuren, mit denen sich die Zuschauer wunderbar identifizieren können. Gebe ganz viel Herzschmerz, Intrigen und Zickereien dazu. Und erzähle die bitterbösen, sarkastischen, witzigen und erotischen Geschichten in flottem Tempo mit immer mal wieder unerwarteten Wendungen – ein Rezept das Millionen von Menschen wie ein Festschmaus mundete.
Der weltweite Erfolg der Serie machte aus Eva Longoria, Teri Hatcher und Co. quasi über Nacht bekannte Stars. Schnell stiessen die vier Hauptdarstellerinnen vor die in Gilde der bestbezahlten TV-Schauspielerinnnen. In der Bestenliste des Wirtschaftsmagazins Forbes lag Eva Longoria 2011 sogar auf dem ersten Platz mit 13 Millionen Dollar. Ihre drei Kolleginnen aus «Desperate Housewives» kamen alle ebenfalls unter die Top 10.
Und doch müssen die «Desperate Housewives» nun endgültig aus der Wisteria Lane ausziehen. Obwohl deren Zeit noch nicht abgelaufen zu sein scheint. «Ich möchte dann aufhören, wenn man das Format noch ernst nimmt», sagt Erfinder Marc Cherry. Er habe schon viele Serien gesehen, die zwangsmässig einen raschen Tod gestorben seien. Dies wolle er bei «Desperate Housewives» verhindern. Und darum heisst es nun Abschiednehmen – tschüss, Ihr Hausfrauen! Wir sind verzweifelt...
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Ausschnitt aus der ersten Folge von «Desperate Housewives»