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von Manuela Donati
Donnerstag, 23. August 2012, 11:56 Uhr
Wie heute generell üblich, hat auch die dänische Königsfamilie keinen Einfluss mehr auf die Politik in ihrem Land. Dass sie aber wohl eine Meinung dazu hat, machte Königin Margrethe II. in einer Neujahrsrede deutlich. In dieser bezeichnete sie die Arbeitslosigkeit als Gefahr für dänische Werte. Damals gab es keine grossen Reaktionen auf die doch fragwürdigen Aussagen der Königin. In den letzten Tagen tauchte das Video aber auf Youtube auf und sorgte für Schlagzeilen – vor allem weil es im Zusammenhang mit einer politischen Kampagne genutzt wurde.
Sorgte mit ihrer Rede für rote Köpfe: Königin Margrethe von Dänemark. Reuters
Wie das dänische Online-Portal BT.dk meldet, veranlasste der Königshof, dass das Video aus dem Internet verschwindet. Die Begründung: Die Aussagen der Königin dürften nicht zu Kampagnen-Zwecken missbraucht werden. Ein guter Schachzug, denn so kann auch gleich das Fettnäpfchen von Margrethe vertuscht werden.
Marius Borg Høiby, Sohn von Prinzessin Mette-Marit aus einer vorehelichen Beziehung, sorgt derzeit für rote Köpfe bei den IT-Experten und dem Sicherheitspersonal des norwegischen Königshofes, wie BT.dk berichtet. Genau wie andere Teenager auch nuzt der 15-Jährige nämlich rege die sozialen Netzwerke – um die Privatsphären-Einstellungen kümmert er sich indes weniger. So dokumentierte er Ausflüge, Ferien und Alltagsbegebenheiten seiner Familie und stellte diese auf das Foto-Netzwerk Instagram. Da er den Zugang zu den Bildern nicht regelte, konnten alle anderen Instagram-Nutzer 133 Bilder lang das Privatleben der norwegischen Königsfamilien mitverfolgen.
Veröffentlichte haufenweise Familienfotos im Internet: Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (r.). Reuters
Doch damit nicht genug: Marius hatte bei den Fotos mittels Geotagging auch immer angegeben, wo er sich gerade befand. Damit brachte er die Königsfamilie unbewusst in grosse Gefahr, denn er erleichterte so mögliche Attentate und Entführungen.
Ob Mette-Marits ältester Sohn für sein unbedachtes Handeln Hausarrest bekommen hat, ist nicht bekannt. Zu empfehlen wäre aber Nachhilfe in Sachen Privatsphäre-Einstellungen. Immerhin, sein Instagram-Profil ist nun auf «privat» geschaltet.
Auch der schwedische König sorgt für Aufruhr – ausnahmsweise hat er den Skandal aber nicht selbst verschuldet. Doch in Schweden kursieren gefälschte Münzen, die das Konterfei des Königs zieren. Die Münzen haben nur den Wert einer Krone (ca.15 Rappen). Ausserdem ist nur die eine Seite gefälscht – pikanterweise aber genau die mit der royalen Prägung.