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Mittwoch, 8. August 2012, 13:41 Uhr
Loreen wird als Eurovision-Siegerin 2011 auch einen Auftritt in Malmö haben. Reuters
Noch schmettern junge Eishockeyspieler den Puck über eine Eisfläche, wo im nächsten Mai Eurovision-Songs geschmettert werden sollen. In der Malmö-Arena vor den Toren von Schwedens drittgrösster Stadt hat der Countdown aber längst begonnen, und Musikmanagerin Linda Leeman kann es kaum erwarten: «Das wird das Grösste, was wir jemals hier hatten.» Sie meint es sowohl geschäftlich wie auch «vom Gefühl her»: «Wir bieten ein rundes Produkt an, das den Song Contest, die Stadt und die ganze Region zusammenbinden wird.»
Das wird das Grösste, was wir jemals hier hattenMusikmanagerin Linda Leeman
Nach dem superteuren Hightech-Event mit extra gebauter Halle in Aserbaidschans ziemlich ferner Hauptstadt Baku soll es im Südschwedischen am 18. Mai 2013 wieder eine deutliche Nummer kleiner und auch gelassener zugehen.
Die Menschen aus Europa sollen sich bei uns heimisch fühlenTourismus-Chef Johan Hermansson
«Die Menschen aus Europa sollen sich bei uns heimisch fühlen. Wir sind eine freundliche, gemütliche und relativ kleine Stadt», umreisst Tourismus-Chef Johan Hermansson die angestrebte Stimmung.
Ähnlich wie Düsseldorf der Hauptstadt Berlin den Eurovision Song Contest 2011 wegschnappen konnte, hat Malmö den Mitbewerber Stockholm aus dem Feld geschlagen. Die 600 Kilometer nördlicher gelegenen Hauptstädter protzten mit dem noch nicht ganz fertigen neuen Nationalstadion «Friends Arena» für 50'000 Zuschauer als geplantem Austragungsort. Den Zuschlag vom TV-Sender SVT bekam aber die viel kleinere, 2008 eröffnete Malmö Arena mit 15'000 Zuschauerplätzen.
Es ist wohl wie mit vielen Immobilien: Die Lage macht's! «Die Besucher sind in drei bis vier Minuten mit der Bahn in Malmös Zentrum. In der anderen Richtung geht es über die Öresund-Verbindung ruckzuck nach Kopenhagen», schwärmt Hermansson über die Platzierung des nächsten Eurovision-Festivals.
Neben «klein aber fein» setzen die Organisatoren vor allem auf buntes «Multikulti» in Malmö. Die Stadt hat einen sehr hohen Anteil an Zuwanderern. Aus dem benachbarten Dänemark genauso wie aus allerlei arabischen Ländern, Afrika, vom Balkan und auch aus Finnland.
Das wird das Grösste, was wir jemals hier hattenMusikmanagerin Linda Leeman
Ob der Eurovision Song Contest nächstes Jahr zum echten Schweden-Krimi a la Henning Mankell wird oder wieder eine so glasklare Angelegenheit wie der Sieg der Schwedin Loreen («Euphoria») im Mai in Baku, weiss niemand.
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Schweden siegt beim ESC
Fest steht für Hermansson schon jetzt: «Es gibt unter den Malmöern ein gewaltiges Ja-Gefühl zu diesem Ereignis.» (dpa/macn)