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Tote Silvia Seidel: Ist sie an «Anna» zerbrochen?

Dienstag, 7. August 2012, 10:35 Uhr

In den 1980er-Jahren feierte Silvia Seidel mit der Serie «Anna» grosse Erfolge. Jetzt, 25 Jahre später, ist sie tot. Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Hat sich die 42-Jährige das Leben genommen – so wie schon ihre Mutter vor Jahren?

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Silvia Seidel tanzte sich mit der ZDF-Serie «Anna» in die Herzen von Millionen von TV-Zuschauern.

Mit Depressionen ist Silvia Seidel aufgewachsen: Ihre Mutter litt jahrzehntelang darunter, bis sie sich vor 20 Jahren das Leben nahm. Jetzt scheint es so, als hätte auch die Schauspielerin den Freitod gewählt. Laut der Münchner Tageszeitung «tz» wurde sie bereits letzte Woche tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft schliesst Fremdverschulden aus. Ausserdem wurde von der Polizei ein Abschiedsbrief gefunden.

Die Rolle der Anna hat mir mein Leben versaut
Anna Seidel (2011)

Aber warum ertrug Silvia Seidel ihr Leben nicht mehr? Die Blondine feierte 1987 mit der ZDF-Serie «Anna» ihren grossen Durchbruch. Doch in den letzten Jahren kämpfte sie immer wieder um Rollen. Alle sahen in ihr nur die blonde Balletttänzerin Anna. «Die Rolle der Anna hat mir mein Leben versaut», erzählte sie 2011 in einem Interview mit der Freizeit Revue. Sie habe nur noch weg wollen aus Deutschland. «Ich konnte nicht mehr über die Strasse gehen, ohne angesprochen zu werden, ich war nicht mehr Silvia, sondern Anna.»

Silvia Seidel als Anna

Silvia Seidel als 18-Jährige in der ZDF-Serie «Anna»: Sie starb vergangene Woche im Alter von 42 Jahren. ZDF

Doch sie konnte nicht gehen. Sie musste in ihrer Heimat bleiben und sich um ihre depressive Mutter kümmern. Obwohl sich Silvia Seidel liebevoll um sie kümmerte, entschied sich die Mutter 1992 trotzdem für den Freitod. Dieser Schicksalschlag, gepaart mit den ausbleibenden Aufträgen in den letzten Jahren, war wohl vermutlich zu viel für die Münchnerin. Sie wählte den einzigen Ausweg aus ihrem noch so jungen, aber für sie anscheinend unerträglichen Leben – den Tod. (macn)

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Silvia Seidel: Durchbruch mit «Anna»

 

Seidel wurde 1987 mit der ZDF-Weihnachtsserie «Anna» zum Teenie-Idol. Mit bis zu zwölf Millionen Zuschauern war «Anna» 1987 sehr erfolgreich. Die Serie schaffte es auch, etwa ein Jahr später als «Anna – Der Film» ins Kino zu kommen.

In der Serie geht es um die junge Tänzerin Anna Pelzer (Silvia Seidel), die nach einem Autounfall ihren Lebensmut verliert, weil sie glaubt, nie mehr tanzen zu können. In der Klinik lernt Anna den gleichaltrigen Rainer (Patrick Bach) kennen, der im Rollstuhl sitzt. Rainer, der gerne Videofilme dreht, verliebt sich in Anna, die jedoch erstmal nur Augen für den hübschen Jakob hat, mit dem sie wieder tanzen lernt. Anna schafft es, Schülerin bei der strengen Tanzlehrerin Madame Irena Králowá zu werden. Sie bekommt eine Nebenrolle in «Schwanensee». Nach dem überraschenden Tod ihrer Lehrerin bleibt am Ende der Serie zunächst unklar, ob Anna und Rainer zusammenkommen oder Anna die Paris-Chance doch noch nutzt.

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