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von Sarah Allemann und Isabelle Mathys
Donnerstag, 2. August 2012, 13:10 Uhr
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Adolf Ogi und seine Heimat: Die Berge
«Die Berge haben mir immer Halt, Mut und Kraft gegeben», sagt Adolf Ogi im Interview mit glanz & gloria. Der alt Bundesrat fährt im Rahmen des 100. Jubiläums der Jungfraubahnen mit aufs Jungfraujoch und kommt dabei ins Sinnieren. Er stammt aus einer Bergsteiger-Familie, wandert immer noch regelmässig im Berner Oberland und kennt die Risiken am Berg. So setzt er auch seine Ziele. «Der Mont Blanc liegt halt nicht mehr drin», resümiert er. Schliesslich müsse man als 70-Jähriger seine Grenzen kennen.
Aber: Adolf Ogi wurde angefragt, das Finsteraarhorn – mit 4'274 Meter über Meer der höchste Berner Gipfel – zu erklimmen. Und er will es auch tun. Er freut sich auf dieses Erlebnis: «Diese Besteigung ist ein weiteres Ziel für mich.»
Umgeben von der Natur relativiert sich allesAdolf Ogi
Für den ehemaligen Bundesrat symbolisieren die Berge nicht nur sportliche und geistige Herausforderung. Vielmehr sind sie für den 70-Jährigen ein Ort der Besinnung. Zu seiner Zeit als Bundesrat etwa ging er oft ins Gasterental wandern, um den Kopf frei zu bekommen. «Umgeben von der Natur relativiert sich alles», sinniert Adolf Ogi. So habe er sich immer bewusst gemacht, dass die Natur bereits vor ihm dagewesen sei und auch noch da sein werde, wenn er längst nicht mehr auf dieser Welt sei.
Heimat ist dort, wo man gerne hingeht und aufgestellt wieder zurückkommtAdolf Ogi
Die Frage, wo denn seine Heimat sei, scheint also eine rein rhetorische zu sein. Dennoch: Heimat liegt für Ogi nicht nur in den Bergen: «Heimat ist dort, wo man gerne hingeht und aufgestellt wieder zurückkommt.»
Mehr über Adolf Ogi sehen Sie in glanz & gloria vom 2. August 2012.