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Sein Körper sagt Stop: Schicksalsschlag für Kletterer Ueli Steck

Freitag, 27. Juli 2012, 9:42 Uhr

Kein Berg war ihm zu hoch, keine Wand zu gefährlich, kein Marathon zu anstrengend – der Extremsportler Ueli Steck kannte keine Grenzen. Doch nun wird sein eigener Körper zu seiner grössten Hürde. In einem emotionalen Statement erklärt er seine Zwangspause.

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Ueli Steck auf einem Berggipfel

Für Ueli Steck war kein Berg zu hoch. zVg/uelisteck.ch

Eigentlich hat alles so gut angefangen. «Ich war motiviert, fühlte mich gut als ich nach zwei langen Monaten aus dem Himalaja in die Schweiz zurückkehrte. Im Gegensatz zum letzten Jahr fühlte ich mich nicht ausgebrannt», erinnert sich der Schweizer Extrem-Kletterer an seine Rückkehr von der Expedition auf dem 8848 Meter hohen Mount Everest im Mai dieses Jahres.

Mein Ziel war und ist es, besser zu laufen, effizienter, ergonomischer, schneller
Ueli Steck

Doch sein persönlicher Triumph reichte dem 35-Jährigen noch lange nicht – und kaum zurück nahm er das Training für seine nächsten sportlichen Herausforderungen in Angriff: Der Jungfrau-Marathon, der New York Marathon, der K78 am Swiss Alpine in Davos. «Ich wurde besser und schneller. Das Lauftraining hatte mich so richtig gepackt. Mein Ziel war und ist es, besser zu laufen, effizienter, ergonomischer, schneller», schreibt Steck in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Sein Therapeut hatte Ueli Steck gewarnt

Trotz Warnungen von Stecks Physiotherapeuten, sein intensives Training könnte für ihn zu viel werden, trieb der Emmentaler seine sportlichen Ziele auf höchsten Niveau voran. Doch dann ein herber Rückschlag – die Befürchtungen von Stecks Therapeut bewahrheiteten sich. «Mein ganzer Vorfuss ist überlastet und entzündet. Die Diagnose bedeutet für mich eine Zwangspause.»

Bis jetzt war es immer der Berg, der die Grenzen setzte. Doch jetzt auf einmal sagt mein Körper: Stop!
Ueli Steck

Für den enthusiastischen Sportler ein schweres Los: «Bis jetzt war es immer der Berg, der die Grenzen setzte. Doch jetzt auf einmal sagt mein Körper: Stop!» Und selbstkritisch fügt er an: «Vielleicht war es utopisch zu glauben, ich könnte alle diese Läufe machen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als diese Tatsache zu akzeptieren.» (balk)

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Zwei Schicksalsschläge in zwei Jahren

                 

Schon im August 2010 mussten Ueli Steck und seine Frau mit einem schweren Schickschalsschlag fertig werden. Der Extrem-Bergsteiger Ueli Steck brach mit seiner Frau Nicole zu einer Bergtour auf das Wetterhorn auf. Laut Augenzeugenberichten überholten sie joggend beim Wasserfall Weissbach andere Berggänger. Auf einem nassen Fels verlor Nicole dann das Gleichgewicht und stürzte 30 Meter in die Tiefe. Nach dem Absturz blieb die 32-Jährige regungslos und schwerverletzt liegen. Ihr rechtes Bein war völlig verdreht. Ueli Steck kletterte sofort zu seiner Frau herunter. Nicole Steck wurde per Rega-Helikopter ins Spital gefolgen, wo ihr Sprunggelenk versteift werden musste.

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