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von Kevin Cahannes
Freitag, 29. Juni 2012, 11:50 Uhr
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So kennt man Kurt Zurfluh: Als Moderator der volkstümlichen Sendung «Hopp de Bäse!». SRF
Ihre letzte Sendung steht bevor. Wie fühlen Sie sich?
Kurt Zurfluh: Es ist schon ein ziemlich komisches Gefühl. Jetzt im Moment ist es noch gut. Aber sobald es ernst gilt, kommen bestimmt die Emotionen hoch. Zum Schluss wird es wohl Tränen geben.
Die Sendung kommt live aus ihrer Wohngemeinde Weggis...
Zurfluh: Ja, das ist eine Art Geschenk des Fernsehens an mich. Das finde ich ganz toll. Ich lebe seit sechs Jahren in Weggis, meine Partnerin Barbara stammt von hier. Wir senden von einem wunderschönen Ort. Lustig ist, dass wir unsere erste Redaktionssitzung zu «Hopp de Bäse» vor 17 Jahren ebenfalls in Weggis abhielten. Was für ein Zufall!
Ihre Redaktion wird Sie bestimmt mit einigen Überraschungen verabschieden. Haben sie davor keine Angst?
Zurfluh: Nein, ich bin sehr gespannt. Besonders auf die Überraschungsgäste. Ich weiss, dass es zwei davon geben wird. Aber ich habe keine Ahnung, um wen es sich handelt. Das wissen nur zwei, drei Leute – und sie machen ein Riesengeheimnis daraus. Offenbar soll auch ein Zusammenschnitt meiner Modesünden gezeigt werden.
Ich habe einige Modesünden begangenKurt Zurfluh
Und, gibt es welche?
Zurfluh: Oh ja, in 16 Jahren «Hopp de Bäse» habe ich wohl einige begangen. Den Einspieler werde ich aber in der Sendung zum ersten Mal sehen. Spontan erinnere ich mich, dass ich als Gag einmal eine zerrissene Jeans trug. Das passte in meinem Alter ja gar nicht. Aber ich glaube, diese Bilder gibt es nicht mehr (lacht).
Sie haben insgesamt 42 Jahre lang Fernsehen gemacht. Was werden Sie besonders daran vermissen?
Zurfluh: Die Kollegen. In all den Jahren sind da regelrechte Freundschaften entstanden. Und natürlich das Publikum. Wir hatten bei den Livesendungen viele Stammgäste, die man mit der Zeit kannte. Das war sehr schön.
Man wird mich auf der Strasse schon bald nicht mehr erkennenKurt Zurfluh
Und worauf können Sie getrost verzichten?
Zurfluh: Ich bin froh, dass ich jetzt in Ruhe Dinge unternehmen kann. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich mich schon wenige Wochen nach der letzten Sendung relativ unerkannt bewegen kann. Und ich meine das jetzt nicht als Koketterie, ich glaube das ist realistisch.
Was haben Sie nach ihrer Pensionierung vor?
Zurfluh: Ich werde noch ab und zu fürs Radio arbeiten, aber mehr nach dem Lustprinzip. Ich habe mir eine neue Kamera gekauft und will mich als Fotograf verbessern. Ich werde weiter viel reisen und freue mich besonders auf eine Weinreise, damit ich weiss, was ich trinke. Und ich koche fürs Leben gern.