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Letzte Sendung: Gottschalk verabschiedet sich ohne Wehmut

Donnerstag, 7. Juni 2012, 9:03 Uhr, Aktualisiert 10:04 Uhr

Thomas Gottschalk hat am Mittwoch zum letzten Mal seine missglückte ARD-Vorabendshow «Gottschalk Live» moderiert. Der Entertainer verabschiedete sich ohne Wehmut und Pathos von seinen Zuschauern.

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Aufregung oder gar Wehmut war in der letzten Sendung von Thomas Gottschalk keine zu spüren, eher Erleichterung und der Hang zum Flachs: «Wir haben der Einfachheit halber diesmal alle Zuschauer ins Studio geholt», sagte er unter den Lachern seiner Fans. Gewohnt locker-lässig präsentierte Gottschalk am Mittwochabend seine letzte Ausgabe von «Gottschalk Live». «Ich bin einer der wenigen Fernsehmoderatoren, die es geschafft haben, sich zweimal in einem halben Jahr von ihrem Publikum zu verabschieden», flachste der 62-jährige Showmaster

Thomas Gottschalk verabschiedet sich ohne Wehmut

Kurzes Vergnügen: Thomas Gottschalk musste seine Sendung «Gottschalk Live» nach 70 Ausgaben wieder aufgeben. Keystone

Im Dezember hatte Gottschalk nach seiner Rücktrittsankündigung vor über 14 Millionen Zuschauern seine letzte «Wetten, dass..?»-Sendung im ZDF moderiert. Im Januar startete er dann mit grossen Erwartungen in der ARD, die die neue Show nach nur 70 Ausgaben beendete.
 

Ich bin nicht verzweifelt
Thomas Gottschalk

Der Grund: Die Einschaltquoten waren einfach zu schwach. 1,21 Millionen Menschen schauten sich die Sendung im Schnitt an, der Marktanteil lag bei 4,8 Prozent. Das Doppelte wäre nötig gewesen,um die ARD-Oberen zufriedenzustellen. Die 70 Sendungen wirkten allzu oft quälend langweilig, uninspiriert und zum Fremdschämen unprofessionell. Vorbereitung auf die Gäste: kaum. Gekonnte Gesprächsführung: Fehlanzeige. Gelungene Überleitung: Mangelware.

Der einstige Quotenkönig Gottschalk nimmt das vorzeitige Ende anscheinend nicht so schwer. Als die Kamera am Mittwoch abgestellt wurde, wandte er sich ans Studiopublikum, das eifrig Autogramme sammelte: «Das war doch eine würdige Beerdigung. Die Leiche lebt.» (dpa/frah)

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Gottschalks Zukunft

Wie sieht die Zukunft von Thomas Gottschalk aus? Zieht er sich mit Frau Thea nach Malibu zurück? Bleibt er in Berlin und greift noch einmal an? Macht er es sich in München gemütlich, wo er schon mal im Hotel Bayerischer Hof eine Suite eingerichtet hat? Sein Vertrag mit der ARD läuft noch, über Abendshows wurde immer wieder mal gemunkelt, jedoch nichts Substanzielles gesagt. Bleibt die Frage, ob Gottschalk ausserhalb des «Wetten, dass..?»-Kosmos funktioniert – und mit welchem Format? Auch der Wechsel zu einem anderen Sender könnte eine Option sein. Der Entertainer selbst klang zum Schluss seiner «Gottschalk Live»-Show jedenfalls nicht am Ende: «Sie werden noch von mir hören!», rief er in die Kamera. (dpa/cahk)

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