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Risse im Eis und WC-Not: Moderatorin Nicole Ulrich am Nordpol

von Harry Strähl und Miriam Bosch
Donnerstag, 26. April 2012, 9:56 Uhr

Gerade einmal 15'000 Menschen waren bisher am Nordpol. Moderatorin Nicole Ulrich gehört jetzt dazu. Für «Einstein» ist sie ins ewige Eis gereist, hat bittere Kälte ertragen und das Zelt mit einem Haufen ungeduschter Männer geteilt.

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Nicole Ulrich über die sanitäre Ausstattung des Camps

«Duschen oder baden kann man dort oben nicht», lacht Nicole Ulrich im Interview mit glanz & gloria. «Aber immerhin gibt es ein WC.» Dieses Häuschen mit einem Loch im Boden sei allerdings nicht besonders komfortabel. Dafür gebe es einen «Swimming-Pool». «Das ist ein etwa eineinhalb mal zweieinhalb Meter grosses Loch, das man ins Eis geschnitten hat.» So manch einer sei da tatsächlich reingestiegen. «Aber waschen kann man das definitiv auch nicht nennen.»

Der Nordpol hat mich extrem fasziniert
Nicole Ulrich

Von ihrer Basis aus, der russischen Forschungsstation Camp Barneo, reiste Nicole Ulrich per Helikopter an den Nordpol. Ein «spezieller Moment» sei es gewesen, am nördlichsten Punkt der Erde zu stehen. «Der Nordpol an sich hat mich extrem fasziniert», schwärmt die Moderatorin. «Du weisst, du bist wirklich ganz oben auf der Erde, rundum ist nur noch Süden.» Dort oben habe sie auch zum ersten Mal die Kälte so richtig gespürt.

Ich habe gedacht, das Eis ist sicher
Nicole Ulrich

Unterschätzt habe sie indes die Gefahr des Eises. «Ich habe gedacht, das Eis ist sicher.» Dem sei aber nicht so. Mitten im Camp sei ein Riss gewesen. «Die Küchencrew hat Tag und Nacht Wache geschoben.» Vor zwei Jahren habe sich ein solcher Riss geöffnet und das Camp habe evakuiert werden müssen. «Und letztes Jahr gab es einen Riss auf der Landepiste. Deshalb konnte Prinz Harry drei Tage lang nicht abreisen.» Bei ihr sei zum Glück alles gut gegangen.

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Camp Barneo

 

Jedes Jahr im April kommt Leben in die Arktis. In der Nähe des 89. Breitengrades entsteht Camp Barneo. Ein Zeltlager mitten auf dem gefrorenen Arktischen Ozean. Für fünf Wochen ist es Ausgangspunkt für Expeditionen und Zuhause für Forscher aus aller Welt. Anfang Mai werden die Zelte dann abgebrochen: Das Eis wird zu dünn, das Camp würde versinken. Seine Ursprünge hat das Camp bei den Drifteis-Stationen der ehemaligen Sowjetunion. Die temporären Lager wurden damals zu militärischen und wissenschaftlichen Zwecken im Polareis errichtet. Heute steht Camp Barneo unter russischer Flagge.

Sehen Sie «Einstein» mit Nicole Ulrich am Nordpol am Donnerstag, 26. April 2012, um 21 Uhr auf SF1.

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