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Dienstag, 24. April 2012, 15:33 Uhr
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Prinzessin Mabel und Prinz Friso an ihrem Hochzeitstag.
Der 24. April wäre eigentlich ein schöner Tag für Prinzessin Mabel: Vor acht Jahren gaben sie und Prinz Friso sich in einer schlichten Zeremonie in Delft das Jawort. Doch jetzt liegt ihr Gatte seit über zwei Monaten im Koma. Wie es mit ihm weiter geht, ist ungewiss.
Auch ohne den tragischen Unfall, die Beziehung von Mabel und Friso war nie einfach: So wurde kurz nach der Verlobung bekannt, dass die bürgerliche Mabel Wisse Smit zuvor mit einem berüchtigten Drogenboss zusammen gewesen war. Mabel stritt die Vorwürfe ab und sprach von einer nur flüchtigen Verbindung.
Dennoch, die Gerüchte veranlassten das niederländische Parlament damals, der Hochzeit nicht zustimmen. Prinz Friso musste auf seinen Platz in der Thronfolge verzichten, um seine Mabel heiraten zu können. Königin Beatrix verlieh ihm daraufhin den Titel «Königliche Hoheit und Prinz von Oranien-Nassau». Mabel wurde durch die Heirat in den Adelsstand erhoben, blieb aber titellos. Die gemeinsamen Töchter Luana und Zaira tragen den Titel «Gräfin von Oranien-Nassau».
Doch danach nahmen die Skandal-Schlagzeilen nicht ab: Frits Hoekstra, ein ehemaliger Mitarbeiter des holländischen Geheimdiensts, behauptete in seinem Buch «Der Dienst», Mabel habe ebenfalls als Spionin gearbeitet.
Immerhin, egal wie die Schlagzeilen lauteten, Königin Beatrix hielt immer zu ihrer Schwiegertochter. Und auch nach Frisos Unfall wich sie nicht von Mabels Seite. (donm)
Eine Lawine hat den Prinzen am 17. Februar 2012 beim Skifahren in Lech (A) verschüttet. Wegen eines langen Sauerstoffmangels hat er nach Krankenhausangaben einen 50 Minuten langen Herzstillstand und weitreichende Hirnschäden erlitten. Seitdem liegt der zweitälteste Sohn von Königin Beatrix im Koma. Seinen Ärzten zufolge ist es ungewiss, ob er jemals wieder zu Bewusstsein kommt. Am 1. März 2012 wurde Prinz Friso in eine neurologische Klinik und Rehabilitationseinrichtung in London verlegt.