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Prinzessin Madeleine unter Beschuss: Wer bezahlt ihr Luxusleben?

von Kevin Cahannes
Dienstag, 6. März 2012, 15:44 Uhr

Prinzessin Madeleine von Schweden lebt seit knapp zwei Jahren in New York und kümmert sich immer weniger um den Hof in Stockholm. Jetzt rührt sich Widerstand gegen ihr angebliches Luxusleben.

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Prinzessin Madeleine an einem Anlass der New York Academy of Sciences.

Prinzessin Madeleine an einem Anlass der New York Academy of Sciences. Die Frage ist nun: Was bringt das dem schwedischen Volk? WireImage/Getty

Der letzte grosse Fauxpas ist noch nicht lange her: Als Kronprinzessin Victoria vor einigen Tagen ihr Baby zur Welt brachte, blieb ihre Schwester Madeleine lieber in New York als in Stockholm die kleine Thronfolgerin zu begrüssen. Die schwedische Presse tobte. Und auch die Luxuswohnung, die sich «Madde» und ihr Lover Chris O'Neill kürzlich in Manhattan gekauft hatten, stiess in ihrer Heimat auf Ablehnung.

Was macht Madeleine eigentlich fürs Geld?

Madeleine entfernt sich immer mehr vom Königshaus. Im März nimmt sie nun keinen einzigen offiziellen Termin des Hofes wahr. Die royale Abwesenheit führt zu immer mehr Entrüstung in Schweden. Die offen gestellte Frage: Was macht sie eigentlich, um sich die Steuergelder zu verdienen?

Kritiker: Madeleine soll ihren Titel abgeben

Im Privatsender TV4 haben Kritiker am Montag nun sogar gefordert, Madeleine solle abtreten. Konkret: Ihren Titel abgeben und auf staatliche Gelder verzichten. Der Hof stellte sich der Kritik in der Diskussionssendung – vertreten durch Hofsprecher Bertil Ternert. Die königlichen Steuergelder würden keinerlei Luxusleben finanzieren, sagte er.

Hofsprecher Bertil Ternert im schwedischen TV4.

Hofsprecher Bertil Ternert im schwedischen TV4: «Die Familie hat privates Vermögen.» Screenshot TV4

«Prinzessin Madeleines Aufenthalt wird aus privaten Mitteln bezahlt. Dazu muss man wissen, dass die Familie Bernadotte bereits vermögend nach Schweden gekommen ist», so Ternert. Und obwohl dies bereits mehrere hundert Jahre her ist, befinde sich das Vermögen noch immer in der Familie, rechtfertigte der Hofsprecher.

«Papa bezahlt – und unsere Steuern bezahlen Papa»

Eine Argumentation, die in Schweden längst nicht alle überzeugt: «Privates Vermögen heisst: Papa bezahlt. Und unsere Steuern bezahlen Papa. Alles klar!» So lautet nur einer von vielen Leserkommentaren in den Spalten der schwedischen Onlineportale. Die Diskussion ist also noch nicht zu Ende.

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