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von Natalie Blasi
Dienstag, 3. Januar 2012, 11:13 Uhr
Das schwedische Königshaus hat kein einfaches Jahr hinter sich. Die angeblichen Sex-Eskapaden von König Carl Gustaf hinterliessen tiefe Spuren – auch bei der Königsfamilie selbst.
Wer lächelt am schönsten? Das neue Jahr am schwedischen Königshof soll offenbar etwas positiver werden als das letzte. Facebook
Doch jetzt wollen König Carl Gustaf, seine Gattin Königin Silvia, sowie die drei Kinder Prinz Carl Philip, Prinzessin Madeleine und Kronprinzessin Victoria (mit Gatte Daniel) offenbar wieder vermehrt für positive Schlagzeilen sorgen. Auf dem offiziellen Facebook-Profil des schwedischen Königshofs, das erst seit November existiert, wünscht die Königsfamilie ihren Fans mit einem Familienfoto ein frohes neues Jahr. Und um vor allem das «frohe» zu unterstreichen, strahlen die einzelnen Familienmitglieder um die Wette. Vergessen scheinen also die vielen Skandale und Sorgen der letzten Monate.
Es war ein sehr hartes JahrKronprinzessin Victoria
Einzig Kronprinzessin Victoria wirkt auf dem Foto etwas unglücklich. Nicht verwunderlich, sprach sie doch erst kürzlich in einem Interview darüber, wie schwierig die letzte Zeit für sie gewesen sei. «Es war ein sehr hartes Jahr», erklärte die 34-Jährige. «Es tut weh, wenn in einem solch harschen Ton über deine Eltern geschrieben wird.» Und sie sei besorgt darüber, wie wenig die Privatsphäre respektiert werde.
Wohl auch deshalb stellte der schwedische Königshof jetzt ein privates Familienfoto auf sein Facebook-Profil. So kann die royale Familie ihre Sorgen – und die negativen Schlagzeilen – einfach mal schnell weglächeln.
Grosse Empörung löst im November 2010 ein Skandalbuch aus, das behauptet, der König trage eine Maske der Doppelmoral. Das Buch «Der widerwillige König» («Den motvillige monarken») von Thomas Sjöberg ist ein Tabubruch. Erstmals werden private Vergnügungen des Königs beschrieben: ausschweifende Feste, Besuche in zwielichtigen Nachtklubs sowie eine Affäre mit einer Popsängerin, von dieser freimütig bestätigt. König Carl Gustaf äussert sich nur nebulös: Die beschriebenen Vorgänge lägen lange zurück, seine Familie und er hätten «das Kapitel abgeschlossen».