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von Karl Baldinger und Nadia Maccagnan
Sonntag, 11. Dezember 2011, 13:31 Uhr
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Lys Assia über die Jury
Lys Assia hat es am Samstagabend mit ihrem Song «C’était ma vie» nicht unter die ersten Drei geschafft. «Es tut mir eigentlich nur für den Komponisten und den Textdichter leid», meint sie enttäuscht gegenüber glanz & gloria. Es sei nämlich wirklich ein gutes Lied und der Komponist Ralph Siegel hätte viel Arbeit hineingesteckt.
Dass sich eine Jury so flegelhaft aufführen kann und so frech ist, mir das Du anzubietenLys Assia
Doch was die Grande Dame des Chansons am meisten enttäuscht ist das Verhalten der Jury. «Dass sich eine Jury so flegelhaft aufführen kann und so frech ist, mir das Du anzubieten. Ich bin so schockiert gewesen, ich konnte gar nicht reagieren. Das ist unverschämt.»
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Stämpfs Kritik an Lys Assias Song «C’était ma vie»
Doch das war für Lys Assia nur die Spitze des Eisberges. Aber das «Du» alleine ist es nicht, dass die 87-Jährige so in Rage bringt. Vor allem das Urteil von Jury-Mitglied Stämpf findet sie daneben. «Ich weiss nicht, ob der Song zum Eurovison Song Contest passt oder mehr zu einer Kreuzfahrt-Kaffeefahrt», meinte der Sänger zu Lys Assia nach ihrem Auftritt. Er hätte die modernen Elemente vermisst.
Mein Lied ist ein sehr schönes Chanson. Und eigentlich ist es ja ein Chansonfestival und kein Tonk-Tonk-FestivalLys Assia
Ein Urteil, das Lys Assia nicht auf sich sitzen lassen will. «Man kann mich nicht so als Künstlerin beleidigen und das Lied so heruntermachen. Das ist ein sehr schönes Chanson.» Sie verstehe durchaus, dass Sinplus mit ihrem schnelleren Lied «Unbreakable» gewonnen habe. Das sei der Trend der Zeit. Trotzdem: «Mein Lied ist ein sehr schönes Chanson. Und eigentlich ist es ja ein Chansonfestival und kein Tonk-Tonk-Festival.»
Und was meint Jury-Mitglied Stämpf selbst dazu? Er nimmt Lys Assias Kritik gelassen: «Ich finde, ich bin anständig gewesen. Ich bin zufrieden, ich kann immer noch beruhigt schlafen.»