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Kerstin Cook: Zweideutige Würstchen-Werbung

von Paola Biason und Nadia Maccagnan
Dienstag, 8. November 2011, 14:20 Uhr

Kerstin Cook ist anscheinend bekennende Hotdog-Liebhaberin. Zumindest wirbt sie jetzt für das Würstchen im Brot – mit dem Titel «Genussvolle 17 cm». Ein Spruch, der die Fantasie anregt – nicht aber die der ehemaligen Miss.

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Mit Kerstin Cook auf Würstchen-Mission

«Wer das Foto als sexistisch empfindet, ist selber schuld», erklärt Kerstin Cook bestimmt gegenüber glanz & gloria. Für sie habe es Witz. Schliesslich gehe es ums Essen, worum sonst? «Ich liebe Würstchen und schaue auf dem Bild alles andere als zweideutig drein. Die 17 Zentimeter beziehen sich ausschliesslich auf das Würstchen», so die 22-Jährige weiter.

Karina Berger: Foto weder frauenfeindlich noch erniedrigend

Auch Miss-Schweiz-Organisatorin Karina Berger sieht an dieser Werbung nichts Verwerfliches. «Das Werbefoto mit Kerstin Cook ist weder frauenfeindlich noch erniedrigend», so die 43-jährige Zürcherin. Sie sei als Frau selbstsicher genug, dass sie über so etwas schmunzeln könne. Frauen würden genauso oft zweideutige Kommentare über Männer machen.

«Ausserdem ist die Aussage des Bildes klar: Die Frau wird zu nichts gezwungen, sie wählt ihren Genuss freiwillig. Für mich eine absolut emanzipierte Idee.»

Wenn wir vorher über den Slogan informiert worden wären, hätten wir dem Foto vielleicht nicht zugestimmt
Raffy Locher, Miss-Schweiz-Manager

Das Werbefoto selbst gefällt auch Miss-Schweiz-Manager Raffy Locher. «Provokative Werbung ist heutzutage doch normal. Kerstin Cook sieht super darauf aus und hat auch sehr gut verdient damit.» Allerdings geht ihm der Spruch «Genussvolle 17 cm» etwas zu weit. «Wenn wir vorher über den Slogan informiert worden wären, hätten wir dem Foto vielleicht nicht zugestimmt.»

Frank Baumann: Billige Werbung für billige Wurst

TV-Produzent und Werbeprofi Frank Baumann sieht die Werbung mit Humor. «Das ganze Werbeplakat ist zu wenig mutig, um frech zu sein. Eigentlich ist es billige Werbung für eine billige Wurst. Tragisch!» Konzeptionell grossartig sei hingegen, «dass Kerstin Cook 'Cook' heisst und somit wenigstens am Rande etwas mit Kochen zu tun hat.»

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