zum Inhalt
zu weiteren Inhalten
zur Hauptrubrikenauswahl
zur Unterrubrikenauswahl
Freitag, 26. August 2011, 11:51 Uhr
Da war seine luftige Welt noch in Ordnung: Am letzten Samstag schaffte Freddy Nock auf der Zugspitze den ersten Weltrekord. Keystone
Freddy Nock hat am Donnerstag bei Bern einen Weltrekordversuch abbrechen müssen. Der Hochseilartist wollte in Thörishaus südwestlich von Bern mit einem umgebauten Velo über ein 160 Meter langes Seil fahren, das 50 Meter über dem Boden gespannt war.
Der Abbruch des Versuchs erfolgte laut Nocks Manager Thomas Amiet aus technischen Gründen. Das Spezialkunststoffseil habe beim Aufbau zu viel Fett abbekommen. Weil die Reinigung zu lange gedauert hätte, konnte Nock am Donnerstag nicht mehr über das Seil fahren. Der Versuch wird nun am Dienstag, den 30. August 2011, am gleichen Ort wiederholt.
Nock hätte beim Rekordversuch auf einem Fahrrad mit Spezialfelgen über ein 20 Millimeter breites Seil gleiten sollen, das zwischen zwei Pneukranen gespannt ist. Dies wäre mit 160 Metern die längste und mit 50 Metern über dem Boden die höchste Fahrradüberquerung der Welt gewesen.
Mit der Absage vom Donnerstag kann Nock das Ziel des Rekordprojektes «7 Rekorde in 7 Tagen» nicht mehr erreichen. Der 46-Jährige sammelt mit seiner Aktion Geld für ein UNESCO-Projekt in Bangladesch. Nocks Rekordtour startete am vergangenen Samstag in Deutschland. Der Artist lief ohne Sicherung und ohne Balancierstange auf dem Tragseil der Gletscherbahn auf den Gipfel der Zugspitze.
Am Montag dann glückte ihm ein spektakulärer Lauf auf dem Seil der Feuerkogel-Bahn im österreichischen Ebensee. Danach gelangen ihm noch zwei Streiche im Engadin: Am Dienstag balancierte er im Bernina-Gebiet über das Seil der Diavolezza-Bahn. Und am Mittwoch lief Freddy Nock ungesichert vom Corvatsch auf dem Seil der Bergbahn talwärts. Die planmässig letzten zwei Rekordversuche führen Nock am Freitag, 26. August 2011, aufs Jungfraujoch und am Samstag über den Thunersee. (sda/badc)