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Sonntag, 3. Juli 2011, 17:26 Uhr
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Buhrufe für William und Kate in Kanada (unkomm.)
Das kanadische Fernsehen zeigte mehrere Dutzend Demonstranten in Montréal. Sie buhten Prinz William und seine Ehefrau Catherine am dritten Tag von derem ersten offiziellen Auslandsbesuch in Kanada aus. Der Grund: die Frankokanadier fühlen sich unterdrückt und fordern die Ausrufung einer Republik Kanada. Die Separatisten nannten William und Catherine «königliche Parasiten».
Catherine und William zeigten sich von den Demonstranten unbeeindruckt. Der Jubel von hunderten Anhängern war auch viel lauter als der Protest der Separatisten. Die beiden waren auf dem Weg in das Sainte-Justine-Spital, um krebskranke Kinder zu besuchen. Die wütenden Frankokanadier waren aber auch noch vor der Tür, als die Hoheiten eine Kochschule besuchten.
«Königliche Parasiten! Verschwindet!»: Ein freundlicher Empfang sieht anders aus. Reuters
William und seine Catherine sind neun Tage in Kanada, bevor sie noch für zwei Tage nach Kalifornien fliegen. Über Nacht reisten sie von Montréal in die Stadt Québec weiter, die der französischsprachigen Provinz ihren Namen gab – diesmal nicht per Flugzeug, sondern langsam mit einem Schiff der kanadischen Marine. (dpa/cahk)
Kanada ist zwar seit 1982 unabhängig von England, ist offiziell aber nach wie vor eine Monarchie mit der englischen Königin Elizabeth II., Williams Grossmutter, an der Spitze. Etwa 60 Prozent der Kanadier sprechen im Alltag englisch, gut 20 Prozent französisch. Auch William hatte bei seiner ersten Ansprache am Freitag einige Sätze auf Französisch gesagt – nervös und mit Akzent, aber fehlerfrei. Alle Dokumente und Verkehrsschilder sind zweisprachig, Beamte müssen Besucher offiziell mit «Good Morning, Bonjour», begrüssen. (dpa)