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Von Natalie Blasi aus Zermatt
Freitag, 24. Juni 2011, 14:36 Uhr
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Die Missen und das Wissen (Beitrag aus glanz & gloria vom 24. Juni 2011)
Vor zwei Jahren erkannten Linda Fäh und ihre Konkurrentinnen im Rahmen der g&g-Serie «Miss Perfect» das Matterhorn nicht. Umso spezieller ist es, dass die diesjährigen Miss-Schweiz-Kandidatinnen fürs Missen-Camp nach Zermatt gereist sind. «Ich habe immer gesagt, wir gehen nach Zermatt ins Camp, damit auch noch die letzte Kandidatin weiss, was das Matterhorn ist», erklärt Miss-Schweiz-Organisatorin Karina Berger lachend.
Aber mit dem wohl bekanntesten Berg der Schweiz hat es sich noch lange nicht. Die Kandidatinnen müssen schon noch etwas mehr über die Schweiz wissen. «Wir geben jetzt schon seit ein paar Jahren ein Merkblatt heraus mit den wichtigsten Eckdaten der Schweiz», so Karina Berger. Darin seien neben dem Mattehorn auch die aktuellen Bundesräte, der Bundespräsident sowie alle Kantone und Wappen der Schweiz aufgelistet. Aber nicht nur schriflich, sondern auch mit Bild, «damit sie die Personen oder Sachen auch erkennen würden.»
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Simone Casanova aus Allschwil BL bäckt am liebsten Muffins und wurde von ihrem Bruder Sandro zur Teilnahme an der Wahl ermutigt. Die 24-Jährige liess sich die chinesischen Zeichen für Kraft, Glück und Liebe auf den Unterschenkel stechen. Thomas Buchwalder
Und die Kandidatinnen scheinen aus dem Fauxpas von Linda Fäh gelernt zu haben. «Wir haben uns alle gut vorbereitet, nicht dass uns auch noch ein solcher Fehler unterläuft», erklärt Jessica Haag aus Bern. Deshalb hat die 24-jährige Simone Casanova ganz vorbildlich «im Internet das Schweizer Lexikon studiert, die Wilhelm-Tell-Geschichte nochmals gelesen und viel Tagesschau geschaut». Kandidatin Michelle Koch ist aber sowieso überzeugt: «Wenn man immer Zeitung liest und in der Schule aufpasst, sollte man solche Sachen wie das Matterhorn schon kennen.»
Ich habe schon ein wenig Angst, vor allem wenn es ums Allgemeinwissen gehtAshley Balmer, Miss-Schweiz-Kandidatin
Trotz der vielen Vorbereitung und einer gesunden Portion Selbstbewusstsein, haben die meisten Kandidatinnen ein wenig Bammel vor unangenehmen Fragen. «Ich habe schon ein wenig Angst, vor allem wenn es ums Allgemeinwissen geht», verrät die 19-jährige Zürcherin Ashley Balmer. So ergeht es auch Julia Flückiger. Doch die 23-jährige Brünette aus Stein am Rhein relativiert: «Ein bisschen Angst gehört dazu – das ist auch ein Ansporn, sich gut auf die Interviews vorzubereiten.»
Und auch wenn es wieder einen Matterhorn-Patzer wie damals bei Linda Fäh geben würde, wäre das wohl nicht der Weltuntergang. Schliesslich wurde die Ostschweizerin 2009 trotzdem zur Miss Schweiz gekürt. Und irgendwann könne man sogar darüber Witze machen, meint Miss-Schweiz-Organisatorin Karina Berger schmunzelnd. «Das mit dem Matterhorn ist bei uns mittlerweile zum Running Gag geworden.»
2009 testete glanz & gloria die damaligen Miss-Schweiz-Kandidatinnen im Rahmen der «Miss Perfect»-Serie auf Herz und Nieren. Da gehörte natürlich auch die eine oder andere Wissensfrage dazu. Als es um das Erkennen eines gewissen Berges ging, gerieten die Kandidatinnen, darunter auch Linda Fäh, ganz schön ins Schwitzen – und sorgten damit für viel Aufregung. Sehen Sie hier nochmals einen kleinen Ausschnitt daraus.
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Ausschnitt «Miss Perfect» (2009)
Mehr zum Miss-Schweiz-Camp in Zermatt und wie die Kandidatinnen auf unangenehme Fragen reagieren, sehen Sie in der Sendung vom 24. Juni 2011.