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Freitag, 18. Februar 2011, 12:29 Uhr
Siebzig Jahre lang steckte das Oscar-Geheimnis in einfachen weissen Briefumschlägen. Damit ist jetzt Schluss: Bei der kommenden Verleihung am 27. Februar 2011 werden neue Hochglanzumschläge Premiere feiern.
Feiert bald Premiere: Der neue Oscar-Umschlag des Designers Marc Friedland. Patrick Prather / © A.M.P.A.S.
Sie sind aus goldenem Papier, mit roter Glanzseide gefüttert und mit einem Oscar-Aufdruck verziert. Ihr Zweck ändert sich nicht: Sie enthalten weiterhin eine Karte mit dem Namen des jeweiligen Gewinners und werden mit einem roten Siegel verschlossen.
Der kalifornische Designer Marc Friedland wird die Umschläge von Hand fertigen und die Karten mit den Namen aller Anwärter in den 24 Sparten vorbereiten.
Vor der Verleihung kennen nach langjähriger Tradition nur zwei Stimmenauszähler die Gewinner namentlich. Für die Handauszählung der Stimmbögen mit einem Dutzend Helfern an einem geheimen Ort im Raum Los Angeles sind drei volle Arbeitstage veranschlagt.
Bis zum kommenden Dienstag müssen die über 6000 Academy-Mitglieder ihre Stimmen abgegeben haben. Vorsichtshalber werden zwei Sets von jeweils 24 Umschlägen mit den Namen der Gewinner erstellt und am Tag der Show auf getrennten Wegen mit einer Sicherheitseskorte ins Kodak Theatre gebracht, wo die Oscar-Gala stattfindet.
Um auf Nummer sicher zu gehen, lernen die beiden auserwählten Stimmzähler die Namen der Gewinner auch auswendig. Während der Show stehen die beiden Männer hinter der Bühne und geben die Umschläge erst kurz vor dem Auftritt der jeweiligen Oscar-Verleiher aus der Hand.
1941 wurden die versiegelten Kuverts und damit höchste Geheimhaltung erstmals eingeführt, nachdem im Jahr zuvor eine Panne passiert war. Die «Los Angeles Times» hatte die von der Academy herausgegebene Liste der Gewinner schon vor Beginn der Preisverleihung veröffentlicht. (dpa/cahk)