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«The King's Speech»: Grosser Abräumer bei Bafta-Awards

Montag, 14. Februar 2011, 7:50 Uhr

Im Jahr der royalen Hochzeit von Prinz William ist Grossbritannien im Königstaumel – zu spüren auch bei den britischen Bafta-Filmpreisen. Der Film «The King's Speech» stand wie erwartet im Mittelpunkt der Preisverleihung am Sonntagabend.

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Einmal mehr sind die britischen Royals in aller Munde: Der Film «The King's Speech» hat sich nach seiner Erfolgsreise durch die Kinos auch bei den Bafta-Filmpreisen durchgesetzt. Wie erwartet sahnte die Geschichte um König George VI., den Vater von Königin Elisabeth II., in seiner Heimat ab.

Colin Firth

Und wieder hält er einen Preis in der Hand: «The King's Speech»-Hauptdarsteller Colin Firth. Reuters

Zwar überstiegen die 14 Nominierungen die Zahl der schlussendlichen Auszeichnungen. Doch besonders in den Königskategorien lief es glänzend: Die Awards für den besten Darsteller (Colin Firth als George), die beste Nebendarstellerin (Helena Bonham Carter als Queen Mum), den besten Nebendarsteller (Geoffrey Rush als Sprachtherapeut) räumte der Film ab. Darüber hinaus holte er die Preise für die beste Musik, das beste Drehbuch, den herausragenden britischen Film und zu guter Letzt auch noch jenen als bester Film.

Bafta-Preise als Vorbote für die Oscars

Die Verleihung der Bafta-Filmpreise ist einer der Höhepunkte des Jahres in der britischen Filmindustrie und dient auch als Stimmungsbarometer für die Oscars. Obwohl «The King's Speech» wegen seines vergleichsweise geringen Budgets auch bei den Baftas immer wieder als «kleiner Film» bezeichnet wurde, entwickelte er sich zum Überraschungserfolg. Bei den Golden Globes war aus sieben Nominierungen zwar nur ein Preis geworden – der für Colin Firth als bestem Schauspieler. Doch nach dem Bafta-Erfolg wächst jetzt die Hoffnung auf einen Oscar weiter.

Hollywood-Filme kamen bescheiden weg

Gefeiert wurde auch die Harry-Potter-Serie, die die britische Filmindustrie seit Anfang des Jahrtausends wieder stärker ins Rampenlicht gebracht hatte. Die Autorin der Zauberbücher, Joanne K. Rowling, nahm die Sonderauszeichnung für den «Herausragenden britischen Beitrag» persönlich entgegen.

Hollywood-Filme kamen relativ bescheiden weg. Für den Facebook-Film «The Social Network» gab es einen Bafta-Preis für das beste Drehbuch nach literarischer Vorlage und den Schnitt. Leonardo DiCaprios «Inception» über surreale Parallelwelten in den Köpfen der Menschen wurde unter anderem für Klang und Visuelle Spezialeffekte ausgezeichnet. Beste Schauspielerin wurde wie bereits bei den Golden Globes Natalie Portman für ihre Rolle als von ihrem Perfektionsdrang gejagte Ballerina in «Black Swan». (sda/blan)

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