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Montag, 17. Januar 2011, 8:27 Uhr
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Golden Globes für Natalie Portman und Colin Firth
Natalie Portman, die in dem Psychothriller «Black Swan» als besessene Ballerina glänzt, schlug ihre Mitstreiterinnen Halle Berry («Frankie and Alice»), Nicole Kidman («Rabbit Hole»), Jennifer Lawrence («Winter's Bone») und Michelle Williams («Blue Valentine»).
Firth überzeugte die Golden-Globe-Juroren mit seiner Verkörperung des stotternden britischen Königs George VI. Das Historiendrama «The King's Speech» von Regisseur Tom Hooper zeigt auf, wie der Royal mit Hilfe eines Sprachlehrers an Selbstsicherheit gewinnt. Firth setzte sich gegen die Kollegen Jesse Eisenberg («The Social Network»), James Franco («127 Hours»), Ryan Gosling («Blue Valentine») und Mark Wahlberg («The Fighter») durch.
Die grossen Gewinner des Abends: Colin Firth und die schwangere Natalie Portman. Reuters
Mit leeren Händen mussten auch Johnny Depp und Angelina Jolie nach Hause gehen. Sie waren beide unter anderem für ihre Darstellung in «The Tourist» nominiert.
«The Social Network» gewann den Hauptpreis als bestes Filmdrama. Für seine Inszenierung des biografischen Dramas über die Entstehung des sozialen Netzwerkes Facebook hatte David Fincher zuvor schon den Regie-Preis geholt. «The Social Network» setzte sich gegen den Psychothriller «Black Swan», das Boxdrama «The Fighter», das Historiendrama «The King's Speech» und den Science-Fiction-Streifen «Inception» durch. Letzterer muss als grosser Verlierer des Abends bezeichnet werden, denn er ging wider Erwarten komplett leer aus.
Die Auszeichnungen für die besten Darsteller und den besten Film decken sich mit den Critics' Choice Awards, die am Freitagabend in Los Angeles verliehen wurden.
Der Preis für das Lebenswerk, der Cecil B. DeMille Award, ging an Robert de Niro. Der Schauspieler tritt damit in die Fussstapfen von Martin Scorsese, Steven Spielberg und Anthony Hopkins, die die Auszeichnung in den letzten Jahren in Empfang nehmen durften.
Neben den Golden Globes im Bereich Film wurden auch Preise fürs Fernsehen verliehen. Hier gab es einen grossen Gewinner: Die Fernsehserie «Glee», die gleich dreimal ausgezeichnet wurde.
Die Golden Globe Awards gehören zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen. In den USA sind sie der wichtigste Filmpreis nach den Oscars und der wichtigste Fernsehpreis nach den Emmys. Seit 1944 werden die Trophäen vom Verband der Hollywood-Auslandspresse (HFPA) vergeben. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit Langem in Hollywood arbeiten. Die Golden Globes gelten als Testlauf für die Oscars, die dieses Jahr Ende Februar vergeben werden. (dpa/bosm)
Mehr zu den Golden Globes sehen Sie in der Sendung vom 17. Januar 2011.
Bestes Drama: «The Social Network»
Bestes Musical oder Komödie: «The Kids Are All Right»
Bester Schauspieler in einem Drama: Colin Firth («The King's Speech»)
Beste Schauspielerin in einem Drama: Natalie Portman («Black Swan»)
Beste Regie: David Fincher («The Social Network»)
Bester Schauspieler Musical oder Komödie: Paul Giamatti («Barney's Version»)
Beste Schauspielerin Musical oder Komödie: Annette Bening («The Kids Are All Right»)
Bester Nebendarsteller: Christian Bale («The Fighter»)
Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo («The Fighter»)
Bester ausländischer Film: «In a Better World»
Bester Animationsfilm: «Toy Story 3»
Bestes Drehbuch: Aaron Sorkin für «The Social Network»
Beste Filmmusik: «The Social Network»
Bester Filmsong: «You Haven't Seen the Last of Me» (geschrieben von Diane Warren für «Burlesque»)