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Dienstag, 9. November 2010, 17:22 Uhr
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Barack «Barry» Obama besucht das Land seiner Kindheit (unkommentiert)
Gleich zu Beginn bewies Obama, dass er zumindest noch einige Worte indonesisch kann: «Apa Kabar» (Wie geht's?) fragte er den indonesischen Aussenminister Marty Natalegawa, als er am Dienstag auf dem Flughafen von Jakarta eintraf. Bei einem Treffen mit Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono im Präsidentenpalast sagte der US-Präsident dann, es sei «wunderbar, endlich zurück in Indonesien zu sein».
Der US- Präsident wanderte nach der Scheidung seiner Eltern, eines Kenianers und einer Amerikanerin, mit seiner Mutter nach Indonesien aus, nachdem diese einen Indonesier geheiratet hatte. Barack Hussein Obama besuchte als 6-Jähriger eine von Kapuzinern geführte Grundschule, bis ihn seine Mutter dann mit zehn Jahren zu den Grosseltern nach Hawaii schickte.
Der US-Präsident sollte während seines Aufenthalts die Istiqlal-Moschee besuchen – eine der grössten der Welt – und eine Grundsatzrede halten. Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land; dort bekennen sich etwa 200 Millionen der 240 Millionen Einwohner zum Islam. Wegen der Aschewolke aus dem Vulkan Merapi kann es sein, dass Obamas Reise, mit rund 24-Stunden ohnehin schon knapp bemessenen, verkürzt wird. Von Indonesien aus reist Obama auf seiner Asien-Reise weiter zum G-20-Gipfel nach Südkorea. Schade eigentlich, so hat Barack Obama nun all die alten Fotos in seiner alten Schule verpasst. (sda/schf )