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Sonntag, 17. Oktober 2010, 11:13 Uhr
Der 66-jährige Keith Richards hat den Schauspieler Johnny Depp bei dessen regelmässigen Besuchen in seinem Haus für den Drogendealer seines Sohnes gehalten – und das zwei Jahre lang.
Der vermeintliche Dealer und sein Muster-Pirat: Johnny Depp und Keith Richards beim gemeinsamen Abendessen in London im September 2010. WENN
«Eines Tages beim Abendessen dämmerte es mir plötzlich: Hilfe, Edward mit den Scherenhänden», sagte der Rocker der Zeitung «The Times» nach der erfolgreichen Erkennung Depps. Die englische Zeitung druckt ab diesem Wochenende Auszüge aus Richards Biografie «Life», die am 26. Oktober erscheinen wird.
Johnny Depp hat sich einst Keith Richards zum Vorbild für seine Rolle als schusseliger Kapitän in dem Film «Fluch der Karibik» genommen. Vielleicht ging es bei Depps häufigen Besuchen im Hause Richards also bestimmt nicht um Drogen, sondern eher um eine Art ausspionieren seines Vorbildes?
Mit Spannung werden aus dem Buch weiter vor allem Enthüllungen über das problematische Verhältnis zwischen Keith Richards und Stones-Frontmann Mick Jagger erwartet. Der viele Jahre drogenabhängige Keith Richards bekennt in dem Buch, dass die einst enge Freundschaft seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr die alte sei. Jagger sei mittlerweile «unerträglich».
Findet der «unterträgliche» Mick Jagger die bösen Bemerkungen seines Mitmusikers schlicht erträglich oder hat Keith Richards da vielleicht physisch etwas verwechselt? WENN
Schreibts und gibt noch etwas anderes preis: Der wegen seiner zahlreichen Affären bekannte Jagger habe angeblich nichts als ein «kleines Pimmelchen» (tiny todger) zu bieten. Mick Jagger habe das Buch bereits gelesen und sich über den Kommentar nicht beschwert. Wenn Keith Richards bei dieser Beobachtung nur nicht auch eine folgenschwere Verwechslung gemacht hat... (sda/schf )