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Von Bruno Amstutz aus Miami Beach (USA)
Mittwoch, 5. Mai 2010, 7:29 Uhr
Ein ruhiger Tag auf der Farm der Bellamy Brothers: Gölä und seine zwei Gesellen. SF/Bruno Amstutz
Eineinhalb Stunden nach dem Frühstück ist die Farm der Bellamy Brothers erreicht. Howard und David Bellamy sehen aus wie zwei Cowboys aus dem Bilderbuch. Ausser dass sie Gölä nicht mit Revolverschüssen, sondern mit viel Gastfreundschaft und einem kubanischen Buffet empfangen.
Und schon bald wird wie unter alten Freunden über Musik diskutiert und über die Songs, die man vom jeweils anderen aufgenommen hat. Besonders Göläs «Schwan» hat sich Howard Bellamy gleich von Anfang an eingeprägt: «Ausgerechnet an dem Tag, an welchem wir den Song zugeschickt bekamen, wurden unsere Schwäne von einem Alligator gefressen.»
Mittlerweile flirrt die Luft vor Hitze. Hier deutet nichts darauf hin, dass sich weiter nördlich, in Tennessee, nach heftigen Regenfällen soeben eine Überschwemmungskatastrophe ereignet hat. Nashville, wo Gölä am Donnerstag zusammen mit den Bellamy Brothers auftreten soll, steht unter Wasser. Die Konzerthalle musste am vorherigen Tag evakuiert werden.
Doch nicht einmal die Aussicht, dass das gemeinsame Konzert nicht stattfinden könnte, vermag Gölä aus der Ruhe zu bringen: «Dafür bin ich zu alt. Ich nehme das Leben so wie es kommt. Und wenn etwas in die Hose geht, dann mach ich eben etwas anderes. Wer sich immer aufregen muss, ist einfach nicht erwachsen.»
Die Bellamy Brothers und Gölä lassen sich von nichts und niemandem die gute Laune verderben. SF/Bruno Amstutz
Und so verbringt Gölä einen ruhigen Tag im Studio der Bellamy Brothers und bei einer Führung durch die ganze Farm. Die findet im Golfwagen statt, gleicht eher einer Safari und sollte eigentlich auch wilde Tiere beinhalten. Kürzlich haben die Bellamy Brüder im Teich in der Nähe der Häuser einen Alligator gesichtet. Dieser taucht in Göläs Anwesenheit nicht auf. Schwäne allerdings auch nicht.