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Roman Polanski bricht sein Schweigen

Montag, 3. Mai 2010, 8:19 Uhr

Mit einem offenen Brief im Internet meldet sich Roman Polanski erstmals öffentlich zu Wort. Er setzt sich damit gegen das Auslieferungsgesuch der USA zur Wehr.

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Roman Polanski

Roman Polanski hofft, dass sich die Schweiz zu seinen Gunsten entscheidet. Reuters

«Bis jetzt hatte ich nicht das Bedürfnis, mich zu äussern. Nun habe ich beschlossen, mein Schweigen zu brechen.» Dies schreibt Roman Polanski im Online-Magazin «La Règle du Jeu» des französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy.

Er habe die Behörden der Schweiz und der USA sowie seine Anwälte nicht bei ihrer Arbeit beeinflussen wollen, deshalb habe er sich bisher nicht geäussert. Weil Polanski findet, dass das Verfahren gegen ihn ungerecht und voller Widersprüche ist, hat er sich nun doch zu Wort gemeldet.

Polanski kritisiert die Sensationslust der Medien

Konkret wirft Roman Polanski den USA vor, mit seiner angestrebten Auslieferung für den Prozess wegen eines 33 Jahre zurückliegenden Missbrauchsfalls vor allem die Sensationslust der Medien befriedigen zu wollen. Der zuständige Staatsanwaltschaft Steve Cooley brauche in seinem Wahlkampf Publicity, schreibt der Filmemacher im Internet. Er wolle kein Mitleid, sondern «fair behandelt werden wie jeder andere auch».

Wie er weiter schreibt, hofft Roman Polanski, dass die Schweiz nicht auf das Auslieferungsgesuch der USA eingeht. Und: «Ich hoffe, dass ich und meine Familie zur Ruhe kommen können.»

Polanski musste eine Hypothek aufnehmen

Roman Polanski wurde vor sieben Monaten in Zürich festgenommen und steht derzeit in seinem Chalet in der Schweiz unter Hausarrest. Für die Kaution von 4,5 Millionen Franken habe er eine Hypothek aufgenommen, erklärt Polanski. Über seine Auslieferung an die USA entscheidet die Schweizer Justiz. (apn/donm)

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